Romeo und Julia

Ballett nach William Shakespeare
über Liebe, Feindschaft und Versöhnung

"Gekonnt entführte Slavek Muchka in ein tragisches Abenteuer" schrieb die Presse über die Premiere.

In Slavek Muchkas "Romeo und Julia" wird der Tanz selbst zum Gegenstand und Inhalt der Feindschaft beider Familien.

Herausgefordert durch die Kraft der Liebenden und ihr tragisches Ende versöhnen sich beide Familien und finden in ihren unterschiedlichen Tanzarten zueinander. es entsteht etwas Neues, Frieden.

Es tanzen: Die Linksrheinische Compagnie, das Kinderballett Muchka und Yuk Ting Li als Julia.

Flyer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tonhalle Düsseldorf

Ehrenhof 1, 40479 Düsseldorf

Samstag, 27. Januar 2018
Vorstellungsbeginn: 19.30 Uhr

Einlass: 18.30 Uhr - Ende: ca. 21.55 Uhr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 






Kartenvorverkauf:

35,85 € / 31,40 € / 25,85 € / 21,40 € / 16,95 € inklusive VRR
ev. zuzgl. Servicegebühren

bei allen bekannten Vorverkaufsstellen, z.B.

in Neuss:

Platten-Schmidt, 

Theodor-Heuss-Platz 7, Tel: 02131/222 444
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Touristinformation, 
Büchel 6, Tel: 02131/4 03 77 95
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Konzertkasse Tonhalle
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email: konzertkasse@tonhalle.de

 

 



 


 

 


 


Über das Ballett

Mit "Romeo und Julia" (UA: 1595 - London) schuf William Shakespeare einen Liebesmythos, ein Urbild der Liebe. Zwei junge Menschen finden sich in der Fähigkeit, sich ganz dem großen Gefühl hinzugeben, und in dem Willen, ihre Liebe gegen alle Widerstände durchzusetzen. Romeos und Julias Liebe erfüllt sich in einer einzigen Nacht und wird durch den Tod unsterblich.

Beim Lesen macht Shakespeare neugierig. Er stellt und beantwortet nicht die Fragen: Warum nehmen die Ereignisse plötzlich einen solchen tragischen Verlauf? Wurde uns das Schicksal in die Hand gelegt, oder ist alles nur Zufall? Mischt das Schicksal die Karten und wir spielen nur?

Sicher, in jedem Leben kann mal was dazwischenkommen. Liebe zum Beispiel. Aber Shakespeare sichert seine "Zufälle" am besten gleich doppelt ab. Dass am Ende Romeo über den wahren Sachverhalt schlecht informiert ist, könnte zwei Ursachen haben. Zweimal wurde der Plan des Bruder Lorenzo unwissentlich durchkreuzt. Der Bote, der Romeo informieren sollte, wurde durch die Pest in der Stadt aufgehalten, und zweitens, besonders raffiniert: Graf Capulet ist geblendet und handelt spontan. Er durchschaut Julias Lüge nicht. Ihr Einverständnis zur Hochzeit wurde nur zum Schein gegeben. In der Euphorie entscheidet er, die Hochzeit um einen Tag vorzuverlegen.

All diese Kraft Shakespeare‘scher Ideen wäre für einen Choreographen schon Antrieb genug, die literarische Dichtung in die Kunstgattung Ballett zu übersetzen.

Aber den großartigsten Grund, dass diese Dichtung getanzt werden muss, finde ich 11 Verse vor dem Ende des Dramas. Graf Montague verspricht sinngemäß: "Nie wurde und nie wird in der Geschichte der Stadt Verona so viel teures klares Gold für den Bau einer Statue verwendet, wie er sie für seine verstorbene Schwiegertochter Julia fertigen lassen will, die doch ursprünglich einer feindlichen Familie entstammt".

Versöhnung! Versöhnung ist das Thema. Für Montague sind seine Worteder höchstmögliche Ausdruck der Versöhnung.

Wie transformiert man es in ein Ballett? Am Anfang des Shakespeare‘schen Dramas steht die tragische Unversöhnlichkeit zweier verschiedener Welten. Die Liebenden geraten zwischen die Mühlsteine zweier feindlicher Familien. Ich bin begeistert für den Gedanken, die Unvereinbarkeit der Welten durch genaue Zuordnung von Tanzstilen zu erarbeiten. So scheint es zuerst, dass Romeos Bewegungsabläufe im Reich der Capulet stets fremd sein werden. Und Julias Tanz ein fremder im Reich der Montague bleiben wird.

An das Ende seiner Dichtung setzte Shakespeare die große humanistische Idee der Versöhnung. Die Mahnung zum Frieden wird von beiden Familien gehört, auch wenn erst angesichts ihrer toten Kinder. Was unvereinbar schien, kann man doch versöhnen. Dies gilt auch für verschiedene Tanzstile.

In den Bewegungsabläufen der getanzten Versöhnung können sich alle erkennen, sie repräsentieren aber weder die eine noch die andere Familie. Sie sind etwas Neues, Drittes.

Auch Frieden ist stets etwas Neues, Drittes.